Mein neuestes Hobby soll für das kommende Jahr der Mini-Computer Raspberry Pi sein. Kurz vor Weihnachten habe ich dafür das Anfänger-Set bestellt. Darin war das eigentliche Herzstück - die Platine, vier Kühlkörper - die Aludinger, die wie wichtige Maschinenteilchen aussehen, aber nur aus Alu sind - einer der Kühlkörper hatte dann auch keinen Platz mehr auf dem Raspberry - und dann noch die Plastikkiste. Der passende Netz-Stecker und eine Micro-SD-Card für die Software war auch noch dabei.
Ich hatte dazu noch ein Handbuch bestellt und das Starterset für Jugend-forscht. Ok, so jung bin ich auch nicht mehr, aber um das Gerät zu verstehen kann das Starterset ja nicht falsch sein.
Die ersten Negativ-Erlebnisse hatte ich dann auch schon. Das Handbuch ist hoffnungslos veraltet, wahrscheinlich schon bevor der Druck fertig war, wurde der Ablauf der Software-Installation geändert. Die Micro-Chip-Karte war auch schon mit der entsprechenden Software bespielt, wahrscheinlich hätte ich gar nichts mehr machen müssen, als diese in den Mini-PC einzulegen. Infolge dessen lief dann der Raspberry auch nicht, es leuchtete nur die rote kleine Lampe, nicht die grüne.
Ich habe dann aber sehr schnell Hilfe gefunden auf der eigentlichen Seite von Raspberry.org. Zuerst habe ich die Micro-SD-Karte mit Hilfe meines normalen Laptops formatiert und da dann die Software drauf gespielt, die mir von der Webseite von Raspberry für Windows-Rechner vorgeschlagen wurde. Ich denke, die haben verschiedene Versionen im Download, mein Laptop verwendet ja Windows, um die Software vorzubereiten.
Die richtige Webseite ist übrigens an der Himbeere im Icon zu erkennen.
Die zweite große Enttäuschung war dann das Zusatz-Paket zum Raspberry. Ich hatte mit einem Lüfter gerechnet und nicht mit mini kleinen Kühlkörpern aus Alu. Den Lüfter muss ich wohl noch nachbestellen, denn so wird das kleine Gerät ziemlich warm. Dumm ist auch, daß das Plastikgehäuse nicht dafür gedacht ist, immer wieder abgebaut zu werden. Wenn das dauerhaft um den Raspberry drum bleiben sollte, wäre das super, nur will ich da ja noch diverse andere Dinge dran ausprobieren und muss demzufolge das ganze wieder auseinander nehmen. Ich werde mir wohl eine Kiste selber basteln müssen, die einen normalen Deckel hat. Wahrscheinlich klebe ich das ganze in eine Keksdose. Dann kann ich auch den Lüfter nachrüsten.
Zum Zusammenbau und zur Software-Installation gibt es auch zahlreiche Youtube-Videos, die auch nicht zum Starterkit passen, geschweige denn zur Software. Inzwischen ist das ganze viel viel einfacher geworden, als es in den Videos dargestellt wird.
Zum Starterkit Jugend forscht kann ich noch viel weniger sagen, nur das Handbuch dazu nervt total. Die Schrift ist viel zu klein, die Erfolgserlebnisse sind zwar super schnell da, aber sinnvoll sind die Praxisbeispiele nicht. Die kleinen Beispiele sind vielleicht für eine Spielzeugeisenbahn anwendbar, die will ich mir aber jetzt nicht deswegen anschaffen.
Fazit: Super gut - für EUR bekommt man einen internetfähigen Micro-Computer, die passende Keksdose sollte man sich woanders auftreiben, diese sollte etwas größer als eine Zigarettenschachtel und hitzebeständig sein. Somit kann ich jetzt meinen normalen Rechner vom Internet nehmen.
Auf das Starterset kann man verzichten, das Netzteil ist auch einzeln erhältlich, ebenso die Micro-SD-Card.
Als nächstes sammle ich hier kleine Miniprogramme bzw. Programmbefehle. Mal schauen, wie weit ich komme.